Menü
Vorlesen

Über­prü­fung von
Dros­sel­ein­rich­tun­gen

Dros­sel­ein­rich­tun­gen bestehen aus dem Dros­sel­bau­werk zur Auf­nah­me des Dros­sel­or­gans, dem Dros­sel-, Regel- oder Steu­er­or­gan selbst sowie der dazu­ge­hö­ri­gen Mess-, Steu­er- und Regel­tech­nik. Die hydrau­li­sche Kali­brie­rung einer Dros­sel­ein­rich­tung beinhal­tet eine mess­tech­ni­sche Über­prü­fung der Dros­sel­an­la­ge unter rea­len Betriebs­zu­stän­den. Hier­bei wird mit­tels einer unab­hän­gi­gen hydro­me­tri­schen Ver­gleichs­mes­sung die Kenn­li­nie der Dros­sel­an­la­ge vor Ort, d.h. unter Berück­sich­ti­gung der strö­mungs­tech­ni­schen Bau­werks­ein­flüs­se, auf­ge­nom­men. Die hydrau­li­sche Kali­brie­rung einer Dros­sel­ein­rich­tung erfor­dert von den aus­füh­ren­den Per­so­nen ein erheb­li­ches Maß an Fach­wis­sen in der Hydro­me­trie. Die­se Auf­ga­be kann in aller Regel nicht mehr vom Kanal­be­trieb allein über­nom­men wer­den. Hier­zu ist sach­kun­di­ges und erfah­re­nes Fach­per­so­nal hin­zu­zu­zie­hen.

§ 10 EKVO Hes­sen

Die „Eigen­kon­troll­ver­ord­nung“ vom März 2001 for­dert die „Durch­füh­rung der hydrau­li­schen Prü­fung alle 5 Jah­re durch Prüf­stel­len gemäß § 10 EKVO“. Alle 5 Jah­re ist somit eine hydrau­li­sche Prü­fung bei Regen­ent­la­stun­gen mit gesteu­er­ten oder gere­gel­ten Dros­sel­ein­rich­tun­gen mit beweg­li­chen Tei­len durch­füh­ren zu las­sen, da die kor­rek­te Abfluss­dros­se­lung bzw. Abfluss­steue­rung maß­geb­lich für deren ord­nungs­ge­mä­ße Funk­ti­on und Wir­kung ist. Die Anfor­de­run­gen an die Genau­ig­keit von Dros­sel­ein­rich­tun­gen an Regen­ent­la­stungs­an­la­gen kön­nen als erfüllt gel­ten, wenn der Mit­tel­wert der Abfluss­kur­ve um nicht mehr als 12% vom Soll­wert abweicht und wenn die größ­te Abwei­chung nicht grö­ßer ist als 20 % des Soll­werts.

§ 2 SüwV Kan NRW

Die „Ver­ord­nung zur Selbst­über­wa­chung von Kana­li­sa­tio­nen und Ein­lei­tun­gen von Abwas­ser aus Kana­li­sa­tio­nen im Misch­sy­stem und im Trenn­sy­stem – Selbst­über­wa­chung­ver­ord­nung Kanal – SüwV Kan vom 16. Janu­ar 1995“ (SüwV Kan) for­dert in der Anla­ge zu § 2 alle 5 Jah­re als Prü­fung eine hydrau­li­sche Kali­brie­rung der Dros­sel­ein­rich­tung von Regen­klär­becken, Regen­über­lauf­becken, Stau­raum­ka­nä­len und Regen­rück­hal­te­becken [NRW]. Als Ergeb­nis die­ser Prü­fung ist nach den „Anfor­de­run­gen an den Betrieb und die Unter­hal­tung von Kana­li­sa­ti­ons­net­zen fest­ge­legt, dass bei fest­ge­stell­ten Abwei­chun­gen der Dros­sel­was­ser­men­ge von mehr als 20% vom Soll­wert eine Sanie­rung der Dros­sel­ein­rich­tung inner­halb eines Jah­res zu erfol­gen hat. Als Soll­wert ist der in der was­ser­recht­li­chen Geneh­mi­gung fest­ge­leg­te Dros­sel­ab­fluss zugrun­de­zu­le­gen.

Das könn­te Sie auch inter­es­sie­ren

˄
service_ät_beton-tille.de
Kontakt/Anfahrt Suche Top zurück Kontakt