Menü

Druckentwässerung – Fertigteilschacht

Pumpenschacht für Abwasser

DN 1000 mm

– mit Anschluss für außenliegenden Absturz

Ausführungsarten:
– nur Fertigteilschacht
– Betonschacht mit eingebauten Druckabgang (Einbausatz)
– Betonschacht mit Pumpeneinrichtung komplett
– Beton ausgekleidet mit GFK

Systemzeichnung Pumpenschacht

Versetzen mit drei Transporthaken 1,5 – 2,5 to.

Weiterer Aufbau mit Normbauteilen DIN V 4034-1

Standard - Druckentwässerungs - SchachtStandard – Druckentwässerungs – Schacht
Monolithisch betoniertes Element mit SchlammbackenMonolithisch betoniertes Element mit Schlammbacken
mit eingebauten Druckabgang; hier: für Doppelpumpen Anlagemit eingebauten Druckabgang; hier: für Doppelpumpen Anlage
Transportanker sind eingebautTransportanker 1,5-2,5 to.

Vorteil Betonschacht

Ja, wir sind Hersteller von Betonschächten. Beton ist uneingeschränkt gegen häusliches Abwasser beständig. Es ist keine Beschichtung nötig.

Gewicht

Die Grube für den Pumpenschacht wird für gewöhnlich mittels eines Bagger ausgehoben. Dann kann dieser auch den Betonschacht in die Gruben heben. Der große Vorteil von dem höheren Gewicht ist das der Schacht nicht aufschwimmen kann.

Einbau

Der Einbau des Betonschacht ist unkompliziert. Es kann der anstehende Boden fast immer wieder direkt im Arbeitsraum eingebaut werden. Kunststoffschächte müssen mit nichtbindigen Böden eingebaut werden. So muss der ausgebaggerte Boden oftmals abgefahren und deponiert werden. Auch ist auf die Lagestabilität beim Einbau zu beachten.

Verkehrsbelastung

Betonschächte sid uneingeschränkt mit LKW-Verkehr einer Autobahnzu belasten. Das ist Standard bei Beton. Bei anderen Materialien sind dickwandige und somit teuere Schächte einzubauen. Die Last wird über Betonplatten abgetragen.

Erweiterbar in der Höhe

Beton-Pumpenschächte können mittels Standardaufbauteile an jede Einbautiefe angepasst werden. Diese Teile können Sie günstig bei jedem Baustoffhändler ider Betonwerk kaufen. Schächte aus anderen Materialien sind nicht einfach in der Höhe erweiterbar.

Selbstverständlich können sie o. g. Ausführung auch als Doppelpumpenanlage erhalten.

Anwendungsbeispiel: Einliegerwohnung mit Schützenhalle
Anwendungsbeispiel: Einliegerwohnung mit Schützenhalle

Endschacht für Druckleitungen

entsprechend ATV-DVWK-A 157

Am Ende von Druckleitungen sind die Schachtunterteile unbedingt wie unten auszuführen. Sonst entsteht biogene Schwefelsäure. Diese zerfrisst den Schacht inklusiv Schachtabdeckung und das Abwasser ist aufwendiger zu reinigen. Detail habe ich Ihnen unten aufgeführt.

Druckleitunsauslauf
Ausführungsbeispiel

DWA Logo

ATV-DVWK-A 157 Bauwerke der Kanalisation, 11/00

Besonders zu beachten ist die Be- und Entlüftung. Wir empfehlen die Entlüftung mittels eines windgetriebenen Ventilator. Dieser sollte höher sein wie die Belüftung. Weitere Informationen zum Ventilator

Eine Auskleidung ist bei dieser Ausführung nicht erforderlich.Technische Änderungen vorbehalten.

Korrosionsprobleme in Kanälen

Ventilator windgetriebenwindgetriebener Ventilator

Schlechte Gerüche aus dem Kanal !

Die Ursachen und wie Abhilfe geschaffen werden kann.

Immer wieder kommt es vor, das Emissionen aus der Kanalisation zur Geruchsbelästigung der Anwohner führt. Die Beschwerden aus der Bevölkerung können dabei recht heftig ausfallen, je nachdem wie lange oder wie stark die Geruchsbelästigung auftritt.

In dieser Zusammenfassung soll erklärt werden, wie solche Emissionen zustande kommen, und wie der Betreiber solcher Anlagen sie vermeiden kann. Woher kommen üble Gerüche?

Geruchsprobleme sind ein Anzeichen für eine chemische Reaktion. Speziell die Entstehung von Schwefelwasserstoff (H2S) ist die am weitesten verbreitete Problematik. Verursacht werden Schwefelwasserstoffemissionen im Kanal durch:

  • – die biogene Schwefelwasserstoffproduktion. Diese findet in der Kanalisation durch Anwesenheit von Sulfiden im Abwasser und Abwesenheit von Sauerstoff statt.

  • – Einleitung in die öffentliche Kanalisation. Dies kann durch Gewerbebetriebe oder durch häusliches Abwasser geschehen, welches in Sammelgruben zwischengespeichert wurde oder in Fettabscheidern oder Hebeanlagen zu lange verweilt.

  • – Wie entsteht Schwefelwasserstoff im Kanal? Die Geruchsbelästigung wird maßgeblich von den Inhaltsstoffen des Abwassers bestimmt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • • Sauerstoff und Nitrat
  • • Organisches Material
  • • Schwefel / Sulfid

Die Schwefelwasserstoffproduktion setzt erst bei anaerobem Abwasser ein. Die mögliche Schwefelwasserstoffmenge ist u. a. von der Schwefelmenge im Abwasser abhängig. Je mehr Schwefel ins Abwasser eingeleitet wird und somit im Abwasser vorhanden ist, desto größer ist das Potential für die Geruchsemission. Der Schwefel stammt aus dem Trinkwasser (50 -150 mg), Harn und Fäkalien, Lebensmitteln und Waschmitteln. Papier-, Erdöl und Lebensmittelindustrie können die Menge erheblich erhöhen.

Die H2S-Bildung vollzieht sich vor allem in der sogenannten Sielhaut, einem Bakterienfilm welcher sich im Kanal bilden kann. In ihr besteht eine anaerobe Zone, in der Sulfat zu Sulfid reduziert wird.

Durch höhere Abwassertemperaturen kommt es zu einem schnelleren Stoffumsatz der organischen Masse und somit über die schnellere Oxidation letztendlich zur beschleunigten Bildung von Geruchsstoffen. Eine Temperaturerhöhung um 10 °C bewirkt eine Verdoppelung Bakterienaktivität. Zudem kann sich in wärmerem Wasser weniger Sauerstoff lösen.

In Abhängigkeit vom pH-Wert und von der Temperatur stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Schwefelwasserstoff , Hydrogensulfid und Sulfid ein. Je höher der pH-Wert ist, desto mehr liegt das Gleichgewicht auf der Seite des Hydrogensulfids und Sulfids und desto geringer ist die Produktion von H2S. Ab einem pH-Wert von ca. 9,5 wird effektiv kein H2S mehr gebildet. Das Ausgasen von H2S wird also durch einen hohen pH-Wert unterdrückt. Auch wird durch den hohen pH-Wert das Ammonium (NH4) nicht zum NH3 (Ammoniak) weitergebildet.

Ursache: Kanalisation

Weite Fließstrecken und lange Fließzeiten tragen dazu bei das das Abwasser bereits im Kanal beginnt zu faulen weil alles Sauerstoff bereits durch mikrobielle Aktivitäten aufgezehrt wurde.

Besonders betroffen sind Kanalsysteme mit großem Einzugsgebiet (Ballungsgebiete) und zentraler Kläranlage und/oder Minimalgefällen im Kanal. Bei geringen Fließgeschwindigkeiten (< 0,5 m/s) durch z.B. Minimalgefällen oder ungünstigen Kanalquerschnitten bilden sich Ablagerungen welche ihrerseits Faulen. Überdimensionierte Kanäle in Verbindung mit ungünstigem Kanalquerschnitt verlangsamen die Fließgeschwindigkeit weiter.

Ursache: Pumpwerke und Druckrohrleitungen

Ein Problem bei den Pumpwerken und Druckrohrleitungen sind die unterschiedlichen Tages- und Nachtabwassermengen, und die daraus resultierenden langen nächtlichen Abwasserverweilzeiten in Pumpwerk und Druckrohrleitung. Nach dem ersten Anfahren am Morgen wird das angefaulte anaerobe Abwasser aus Pumpwerk und Druckrohrleitung weitertransportiert. Bei der ersten Turbulenz oder Entspannung gast das H2S aus und es kommt zur Geruchsemission. Ist das Abwasser aerob, so sind Turbulenzen erwünscht, da sie Sauerstoff eintragen, jedoch bei anaerobem Abwasser ist die Turbulenz unerwünscht, da H2S ausgast.

Ursache: Druckrohrausläufe

In Druckleitungen entstehen anaerobes Abwasser. Daher ist der Druckleitungsauslauf mit einem Wasserpolster zu verschließen, dass kein Sauerstoff in die Leitung eindringen kann.

Weitere Ursachen

Der Rückgang des Wasserverbrauchs bei gleichbleibender Schmutzfracht. Für die Mischwasserkanalisation spielt auch die zunehmende Versickerung von Regenwasser eine erhebliche Rolle. Sie reduziert die Spülwirkung von Regenfällen auf die Kanalisation.

Literatur:

Beton- und Stahlbetonrohre „Korrosionsprobleme und deren Vermeidung“, Dipl. – Ing. Gert Bellinghausen, Sankt Augustin, Zeitschrift awt – Abwassertechnik 6/1992

˄
service@beton-tille.de
Kontakt/Anfahrt Suche Top zurück

Unser neuer Anschluss wird bereitgestellt. Bis zur Schaltung kann der Telefonanschluss nicht funktionieren. Alternativ nutzen sie bitte 05234 690 620